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Einladung zum Selbsthilfe-Forum

 

Das nächste Treffen des Selbsthilfe-Forums findet

 

am Mittwoch, den 7. Dezember 2005

in der Zeit von 17.00 - 19.00 Uhr

anschließend Empfang zum Jahresausklang

im Abgeordnetenhaus von Berlin

Niederkirchnerstr. 5,

10969 Berlin, Raum 311 statt

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Selbsthilfe-Forums,

 

zum Abschluss dieses Jahres möchten wir Sie noch einmal zu einer Sitzung des Berliner Selbsthilfe-Forums, dem Plenum der Berliner Selbsthilfe- und Patientenverbände einladen. Diesmal treffen wir uns in den Räumen des Abgeordnetenhauses und haben ein für viele Selbsthilfeorganisationen wichtiges Thema auf die Tagesordnung gesetzt.

 

Selbsthilfe und ihr Verhältnis zu Wirtschaftsunternehmen

Wie geht die Selbsthilfe mit dem Vorwurf um, dass große Teile der Vereine und Organisationen von Pharmafirmen unterwandert sind ?

Als Referentin haben wir für die Diskussion gewonnen:

Frau Dr. med. Angela Spelsberg

Sie ist Ärztin am Tumorzentrum in Aachen und Mitglied der

Arbeitsgruppe Gesundheit bei Transparency International Deutschland

Ihr Thema ist:

Selbsthilfe im Spannungsfeld mächtiger Interessengruppen

und Wege aus der Umklammerung

 

Anlass für die Wahl dieses Schwerpunktthemas sind zahlreiche Berichte in Zeitungen (Zeit) und im Fernsehen (Panorama), in denen auf eine enge Verwobenheit der Selbsthilfe mit Pharmafirmen hingewiesen wird. Einerseits wird der Ruf der Selbsthilfe damit als unabhängige Bewegung von Laien und Betroffenen zunehmend in Misskredit gezogen, andererseits sind die Beispiele einer „fürsorglichen Umarmung“ inzwischen so zahlreich, dass die Selbsthilfe nicht mehr darüber hinweg gehen kann.

 

Schon haben die Krankenkassen angekündigt, dass sie Selbsthilfegruppen und Vereine in Zukunft nur noch dann fördern wollen, wenn diese strengen Transparenzauflagen genüge tun.

Der Vorwurf wiegt umso schwerer, als es gerade die Selbsthilfe als bisher sehr geachtete aber machtlose Lobbyinstanz im Gesundheitswesen trifft, während sich Ärzte und medizinische Fachgesellschaften kaum in dem Maße rechtfertigen müssen. Die Selbsthilfe ist also in einem doppelten Dilemma: Sie muss ihre Unabhängigkeit belegen und sich einer problematischen Einvernahme widersetzen.

 

Neben der Diskussion in zahlreichen Bundes- und Dachverbände der Selbsthilfe zu dieser Frage, wollen wir auch den Berliner Selbsthilfeorganisationen Gelegenheit geben, diese Debatte aufzunehmen. Fragen dafür sind:

 

Was sind Kriterien für Unanhängigkeit und Wege zur Transparenz ?

Wie kann sich die Selbsthilfe gegen einen Generalverdacht wehren ?

Was können Selbstverpflichtungserklärungen leisten ?

Wie geht die Selbsthilfe mit den Eckpunkten der Krankenkassen um ?

Welche Vorschläge für eine offensive Strategie kann es für die Selbsthilfe geben ?

 

Auch wenn diese Einladung sehr kurzfristig erfolgt, hoffen wir auf Ihre rege Beteiligung und freuen uns auf die Diskussion. Im Anschluss lädt Sie SEKIS dann wieder zu einem Jahresausklang mit Imbiss ein, damit ausreichend Gelegenheit für informelle Gespräche und Kontaktaufnahme besteht.

 

Bitte lassen Sie uns bis spätestens 30. November 2005 wissen, ob Sie kommen (wegen der Menge der Schnittchen) . Danke

Tel. 89 02 85 37 oder 890 285 33; e-mail: stoetzner@sekis-berlin.de

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und senden Ihnen herzliche Grüße

Gisela Kiank - Landesverband Schlaganfall, Sprecherin des Forums

Karin Stötzner - SEKIS

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