Qualitätsentwicklung und Evaluation sind als Anforderungen an soziale Dienstleistungen inzwischen zum Standard geworden. Insbesondere die kleinen freien Träger beginnen aber erst, sich dem Thema zu nähern. Der Druck geht nicht von den Nutzerinnen und Nutzern sozialer Angebote, sondern in erster Linie von der Seite der Geldgeber aus. Angesichts des Zwanges zur Rationalisierung im gesamten öffentlich finanzierten Sektor sind die Befürchtungen vor unangemessenen neuen Kontroll- und Steuerungsinstrumenten bei den Projekten sehr gross. Dennoch ist die Bereitschaft, sich auf die neue Qualitätsdebatte einzulassen, bei den meisten Trägern gross. Viele versprechen sich davon neue Impulse für die Reorganisation und Motivation ihrer Arbeit. Hört man sich bei sozialen Initiativen um, ist der grösste Vorbehalt gegen die neuen Verfahren, Vorgaben und Methoden, dass damit ein unzumutbarer Teil an Mehrarbeit auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zukommt, von dem sie befürchten, ihn nicht bewältigen zu können.
Ratgeber und Qualifizierungsangebote zum Qualitätsmanagement sind auf diesem Hintergrund der Verkaufsschlager im Managementmarkt. Was bisher fehlt, sind Hilfemöglichkeiten für kleine freie Träger, die die klassischen Methoden und Verfahrensvorschläge des Qualitätsmanagements übersetzen und herunterbrechen auf den Projektalltag kleiner freier Träger.
Diesen Versuch unternimmt der vorliegende Leitfaden. Die Vorgehensweise basiert auf Erfahrungen des Arbeitskreises Qualitätssicherung bei SEKIS, im Bereich der Berliner Frauenprojekte, den Berliner AIDS-Projekten und den Selbsthilfe-Kontaktstellen. Ein exemplarisches Qualitätshandbuch und eine Beispielsammlung, die auf der Grundlage dieses Leitfadens erarbeitet wurden, liegen für SEKIS vor und können dort eingesehen werden.
Der Leitfaden
Die Träger können entlang dieser Schritte ihr eigenes Konzept zur Qualitätsentwicklung formulieren. Die Mindest- und Maximalanforderungen sind als Richtschnur für eine mögliche Selbstbewertung gedacht. In keinem Fall wird erwartet, dass die Projekte alle Schritte verbindlich gehen müssen, sondern dass sie den Leitfaden als methodischen roten Faden betrachten!
Unabdingbar notwendig ist jedoch, dass die Einführung eines Systems zur Qualitätsentwicklung mit einer begleitenden Fortbildung und einer angemessenen Projektberatung einher geht. Insbesondere kleine freie Träger sind nicht in der Lage, diesen Prozess alleine zu tragen.
Inhalt:
Einleitung
Grundsätze für die Umsetzung
Zentrale Begriffe der Qualitätsdebatte
Schritte auf dem Weg zur Qualität
Der Leitfaden ist gegen den Kostenbeitrag von 10 € bei SEKIS erhältlich.
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Das neue Fortbildungsprogramm für Aktive in der Selbsthilfe ist fertig.
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jeden 1. und 3. Do im Monat 16 - 18 Uhr bei SEKIS
Anmeldung Tel. 8902 85-33 /-32
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