Was oder wer ist das "Kompetenznetz für das Alter" ?
Der Anteil älterer Menschen an der Gesellschaft in Deutschland nimmt beständig zu. Damit der demographische Wandel nicht allein als soziales und politisches Problem wahrgenommen wird, bedarf es innovativer Ideen. Der Ausbau gerontologischer Forschung sowie die Weiterentwicklung gerontologischer und geriatrischer Aus-, Fort- und Weiterbildung stellen die Schlüssel für den Umgang mit dem demographischen Wandel dar.
Es besteht Einigkeit darüber, dass die Lebensqualität älterer Menschen das Kriterium für die Qualität von Forschung und Lehre sein muss. So liegt die Frage nahe, inwieweit ältere Menschen zur Bewältigung der aktuellen und zukünftigen demographischen Herausforderungen sinnvoll in gerontologische Forschung und Lehre einbezogen werden könnten. Diesem Anliegen widmete sich der Arbeitskreis „Konzertierte Aktion für Gerontologie Berlin-Brandenburg“, der auf Initiative des Sozialwerkes Berlin e.V. (Altenselbsthilfe- und Beratungszentrum) entstand und sich aus alten Menschen, gerontologischen Wissenschaftlern, Praktikern aus Gesundheits-, Sozial- und Altenbereich u.a. zusammensetzt.
Im Dezember 2003 wurde auf Betreiben des Arbeitskreises die Geschäftsstelle „Kompetenznetz für das Alter” gegründet. Die Sprecher dieses Modellvorhabens, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, sind Käte Tresenreuter (Sozialwerk Berlin e.V.), Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer (Deutsches Zentrum für Altersfragen) und Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey (Institut für Medizinische Soziologie der Charité-Universitätsmedizin). Die Geschäftsstelle wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Was will das Kompetenznetz erreichen?
Im Rahmen eines Modellvorhabens soll für die Region Berlin-Brandenburg untersucht werden, in welcher Form die Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten älterer Menschen besser genutzt und integriert werden können. Diese Form der Einbeziehung von Älteren in die gerontologische Forschung macht die Einmaligkeit des Modellvorhabens aus. Dazu soll:
Die Geschäftsstelle versteht sich dabei als Plattform für die Kommunikation von Forschungsergebnissen und Erfahrungen. Über sie sollen Verbindungen geknüpft und Projekte initiiert werden können. Daneben wird das Projekt auch Arbeitsausschüsse zu verschiedenen Schwerpunktthemen begleiten.
Die Ergebnisse des Projektes werden nach einer Laufzeit von 24 Monaten in einem Erfahrungsbericht zusammengefasst. Auf dieser Grundlage können geeignete Formen der Zusammenarbeit mit Älteren in Forschung, Lehre und Praxis ausgebaut und besonders gelungene Vorhaben standardisiert werden.
Arbeitsausschuss "Selbsthilfe und Ehrenamt" in Berlin und Brandenburg
Politik und Verwaltung ziehen sich angesichts leerer Staatskassen mehr und mehr aus der Verantwortung auch für ältere Menschen zurück. Andererseits wird der Aufruf, Selbsthilfe und bürgerschaftlichem Engagement zu üben, verstärkt. Hierzu sind aber spezifische Bedingungen, Grundlagen und Förderungen notwendig, denn weder Selbsthilfe noch Ehrenamt sind kostenlos zu machen. Der Arbeitsausschuss "Selbsthilfe und Ehrenamt " wendet sich an Vereine und Organisationen, die an der Basis mit alten Menschen in Ehrenamt und Selbsthilfe arbeiten.
Ziel sollte sein, im Rahmen des Modellprojekts Kompetenznetz für das Alter die Situation im Alltag der Vereine aufzuzeigen und vielleicht Entscheidungsprozesse der Verantwortungsträger zu beeinflussen. Somit könnten Arbeitsgrundlagen verbessert und darauf aufmerksam gemacht werden, dass auch Bürger/innen im hohen Alter zum Gemeinwohl in Selbsthilfe und Ehrenamt beitragen.
Inhalte der Arbeit sind:
Bestandsaufnahme Selbsthilfe: - Wie viele Selbsthilfegruppen treffen sich in der Institution?
- Zu welchen Themen?
- Wo treffen sie sich / entstehen Kosten für den Treffpunkt?
- Teilnehmerzahl? Lebensalter? Geschlecht?
- Welcher Zeitrhythmus?
- Seit wann bestehen die Gruppen?
- Kann man Fachleute zu bestimmten Themen heranziehen?
- Ist der Bestand des Trägers gesichert?
- Woher kommt die Finanzierung? Für welchen Zeitraum?
- Gibt es Verbundpartner? Effizienz?
- Verwaltungsaufwand. Wer macht die Verwaltungsarbeit- Hauptamtliche oder Ehrenamtliche?
- Spezielle Wünsche an das Kompetenznetz für das Alter
Bestandsaufnahme Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement - Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen?
- Seit wann?
- Zeitaufwand?
- Entschädigung für Aufwand?
- Wer koordiniert die Arbeit - hauptamtliche oder ehrenamtliche?
- Woher vermittelt?
- Weiterbildung/Supervision möglich?
- Welche Arten von Ehrung?
- Welche Probleme gibt es?
- Ist der Bestand des Trägers gesichert?
- Durch welche Art von Finanzierung?
- Verwaltungsaufwand für die Arbeit?
- Gibt es Verbundpartner und Vernetzung? Effizienz?
- Spezielle Wünsche an das Kompetenznetz für das Alter.
Sprecherin: Gertrud Aschenborn
email: GAschenborn@t-online.de
Das neue Fortbildungsprogramm für Aktive in der Selbsthilfe ist fertig.
Liebe Leserin, lieber...
jeden 1. und 3. Do im Monat 16 - 18 Uhr bei SEKIS
Anmeldung Tel. 8902 85-33 /-32
Viele...