Diakonisches Werk
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. DWBO
Büro Berlin - Karl-Liebknecht-Str. 34, 10178 Berlin-Mitte
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Das Projekt „Die Jobbrücke- PATENSCHAFTEN für Arbeitsuchende mit Handicap“ ist Teil der Initiative „Arbeit durch Managment/ PATENMODELL“ und angesiedelt beim Diakonischen Werk Berlin- Brandenburg- schlesische Oberlausitz e.V. Mit der Jobbrücke beteiligen wir uns an der Initiative „job- Jobs ohne Barrieren“, die das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung gemeinsam mit vielen Partnern durchführt ( Arbeitgebern, Gewerkschaften, Behindertenverbänden, der Bundesagentur für Arbeit, den Integrationsämtern, Rehabilitationsträgern- und Einrichtungen, dem Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen und weiterer Organisationen). Die Schirmherrschaften für das Projekt haben Frau Bundesministerin Ulla Schmidt (BMGS), Frau Ministerin Dagmar Ziegler (MASGF), Frau Senatorin Dr. Heidi Knake- Werner und der Ratsvorsitzende der EKD Herr Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber übernommen.
Die Zielstellungen des Projektes sind die Förderung der beruflichen Integration von schwerbehinderten Menschen sowie die Stärkung des bürgerschaftliches Engagements in hochqualifizierten Ehrenamtssegmenten.
Dabei übernehmen drei ehrenamtliche Berater eine Patenschaft für einen arbeitsuchenden Schwerbehinderten: JobPATE, Gesundheitscoach und Präventionsberater.
Gesundheitscoach und Präventionsberater stellen hierbei zwei, durch das Projekt „Die Jobbrücke“ in Deutschland neu eingeführte Ehrenamtssegmente dar. Mit der „Jobbrücke“ soll der Aufbau der Zivilgesellschaft im Bereich des qualifizierten Ehrenamtes unterstützt und vorangeführt werden. So ist für die Schwerbehinderten gewährleistet, dass das Angebot hochprofessionell, zeitlich unbefristet und kostenlos ist.
Das Projekt setzt an einem der derzeit dringendsten Problemfelder an, der Arbeitslosigkeit von Schwerbehinderten Menschen. Diese versetzt oft die Betroffenen in eine schwierige und scheinbar ausweglose Situation. Gerade gegenüber Menschen mit Handicap sind die Vorurteile der Arbeitgeber besonders hoch. Häufig ist zu beobachten, dass diese Menschen nach einer gewissen Zeit in eine Hilflosigkeit und Passivität verfallen, gerade wenn sie sich bereits vergebens um einen Arbeitsplatz bemüht haben. An diesem Punkt setzt die dreigliedrige Beratung mit drei verschiedenen Ansätzen an.
Die JobPATEN unterstützen den Arbeitsuchenden mit Handicap individuell bei der beruflichen Integration. Gemeinsam werden Ziele definiert, Bewerbungsstrategien sowie ein Profiling des persönlichen Arbeitsverhaltens und der Teamrollenkompetenz erarbeitet.
Die Gesundheitscoachs klären alle Fragen, die mit der Behinderung und den daraus resultierenden Ansprüchen des Arbeitsuchenden zusammenhängen. Sie klären die Rahmenbedingungen, unterstützen und beraten den Arbeitsuchenden bei der Beantragung von Fördermöglichkeiten, wie z.B.: Arbeitsassistenz oder Ausgestaltung des Arbeitsplatzes. In Zusammenarbeit mit den JobPATEN und den Präventionsberatern können sie eine optimale und hochprofessionelle Vorauswahl für die Personalentscheidung treffen.
Die Präventionsberater sensibilisieren die Arbeitgeber für die Einstellung von Mitarbeitern mit Handicap. Sie akquirieren Arbeitsplätze und beraten die Unternehmensleitung hinsichtlich von Fördermöglichkeiten. Weiterhin coachen sie die Führungskräfte für die Anleitung der Schwerbehinderten und begleiten die Teams bei der Zusammenarbeit mit den Schwerbehinderten.
In gleichberechtigter Zusammenarbeit unterstützt das dreigliedrige Beraterteam den Arbeitsuchenden während des gesamten Prozesses, sowie bei Bedarf auch nach der Arbeitsaufnahme und erstellt als verbindliche Handlungsgrundlage einen individuell auf den Ressourcen der Arbeitsuchenden aufbauenden Integrationsplan. Die Rollen der Teams passen sich ständig dem Bedarf der arbeitsuchenden Schwerbehinderten an. Dadurch befindet sich die „Jobbrücke“ in einer kontinuierlichen dynamischen Projektentwicklung. Die konstruktive Teamarbeit bringt eine neue Qualität in das qualifizierte Ehrenamt der Arbeitslosenberatung.
Wir arbeiten eng mit den Integrationsämtern und den Integrationsfachdiensten zusammen, da unsere Zielgruppe unabhängig davon, ob sie Leistungsempfänger sind oder nicht, beraten wird.
Für unsere ehrenamtlichen Berater betreiben wir von der Organisation aus ein aktives Kommunikationsmanagement. Wir bieten Teamtraining und kontinuierliche Weiterbildungen über Themen wie z.B.: Rechtliche Grundlagen des SGB IX, Arbeitsrecht, Fördermöglichkeiten für schwerbehinderte Arbeitnehmer sowie Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber und Informationen über Behinderungsarten oder Krankheitsbilder an. Des Weiteren stellen wir unseren Beratern aktuelle Arbeitsmaterialien und bestimmte Profilinginstrumente zur Verfügung. Die ehrenamtlichen Berater der „Jobbrücke“ sind eng in die interne und externe Kommunikation von „Arbeit durch Managment/ PATENMODELL“ (AdM) eingebunden. Es ist von großem Vorteil, dass das Projekt „Jobbrücke“ Partizipation an den Ressourcen von der Initiative „Arbeit durch Management/ PATENMODELL“ hat.
Das PATENMODELL selbst wurde für das Management qualifizierter Ehrenamtlicher und für den Einsatz der bürgerschaftlich engagierten Mitarbeiter bereits mehrfach ausgezeichnet: 2001 mit dem Preis der Bank für Kirche und Diakonie, 2001 und 2003 mit dem bundesweit ausgelobten „innovatio“- Preis, 2004 mit dem startsocial- Stipendium und ebenfalls 2004 mit dem Ehrenamtspreis von Berlin Mitte.
Das Besondere an diesem Projekt ist, das drei ehrenamtliche Berater zusammen im Team eine Patenschaft für einen schwerbehinderten Arbeitsuchenden übernehmen. Die Beratung findet auf einem hohen professionellen Niveau statt und ist deshalb besonders effektiv sowie auf die besonderen Bedürfnisse der Arbeitsuchenden abgestimmt.
Für den weiteren Aufbau des Projektes suchen wir Ehrenamtliche, die als JobPATE, Gesundheitscoach oder Präventionsberater tätig werden möchten und Erfahrungen im Coaching oder im Gesundheitswesen haben. Kontakt: Diakonisches Werk Berlin- Brandenburg- schlesische Oberlausitz e.V.; Arbeit durch Management/ PATENMODELL; Karl- Liebknecht- Str.34, 10178 Berlin; Tel.: 030-68088511; www.patenmodell.de
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