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Die Formen der Selbsthilfe-Initiativen

Die bestehenden Selbsthilfe-Initiativen lassen sich (idealtypisch) in drei unterschiedliche Formen unterscheiden:

Selbsthilfegruppen ...

In gemeinsamen Gesprächen bei den regelmäßigen Gruppentreffen

In gesundheits- bzw. krankheitsbezogenen Selbsthilfegruppen informieren sich die Mitglieder gegenseitig, z.B. über Behandlungsmöglichkeiten ihrer Erkrankung, Medikamente und Nebenwirkungen oder auch zu Fragen des Schwerbehindertenrechts oder der Pflege- und Krankenversicherung.

 

Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich in erster Linie an den Wünschen und Bedürfnissen der Gruppenmitglieder orientieren. Im Mittelpunkt steht die Bewältigung des gemeinsamen Problems in der Gruppe. Obwohl diese Unterstützung eine eher nach innen orientierte Hilfe ist, helfen sich die Mitglieder damit nicht nur selbst, sondern im Austausch auch gegenseitig den anderen.

Selbsthilfeprojekte

Es gibt auch Initiativen, die ihr Wissen nicht nur innerhalb der Gruppe austauschen, sondern die gemachten Erfahrungen anderen Betroffenen zur Verfügung stellen wollen.

Sie bieten dann als Betroffene z.B. Information, Beratung und Hilfe für Betroffene bzw. ihre Angehörigen an

 

Viele dieser in den so genannten neuen sozialen Bewegungen entstandenen Projekte setzten sich auch für bessere Bedingungen in der gesundheitlichen und sozialen Versorgung ein und machen durch Informationsveranstaltungen oder Öffentlichkeitsarbeit auf ihr Thema aufmerksam. Sie sind damit wichtige Instanzen für eine Weiterentwicklung auch der professionellen Hilfeformen.

Ihre Ziele gehen somit über die reine Gruppenarbeit hinaus, sind also auch nach außen orientiert.

Selbsthilfeorganisationen

Selbsthilfeorganisationen sind Gruppen und Vereine, die sich über die örtliche Ebene hinaus zu Verbänden auf Landes- oder Bundesebene zusammenschließen, um so ihre Interessen zum Beispiel als Lobby der Patienten für eine bessere Versorgung wirkungsvoller vertreten zu können.

 

In der Realität sind die Übergänge zwischen diesen Formen der Selbsthilfe jedoch sehr fließend. So gibt es neben großen Verbände von chronisch kranken Menschen, die sehr professionell arbeiten, die weit verzweigte Gruppenstrukturen haben und kompetente sozialrechtliche Beratung machen können, eine Vielzahl kleiner Organisationen z.B. zu sehr seltenen Erkrankungen, die zwar bundesweit organisiert sind, aber de facto den Charakter einer Selbsthilfegruppe haben. Sie alle bieten Hilfe, Erfahrungsaustausch, Beratung und Unterstützung an. Da aber ein Großteil der Arbeit unbezahlt und freiwillig gemacht wird, ist das konkrete Angebot und auch die Leistungsfähigkeit sehr unterschiedlich.

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