
Berlin sucht nach Wegen für mehr Qualität und Transparenz in der Pflege.
Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Dr. Knake-Werner hat einen Runden Tisch Pflege ins Leben gerufen, mit dem sie eine Initiative für mehr Information zur pflegerischen Versorgung Berlins und für einen freiwilligen Qualitätsbericht der Pflegeeinrichtungen gestartet hat. Damit soll dem Informationsbedürfnis von all denjenigen entsprochen werden, die für sich und ihre Angehörigen ein Pflegeangebot suchen. Unterstützt wird die Initiative durch eine Veröffentlichung von Qualitätsinformationen von Pflegeeinrichtungen im Berliner TAGESSPIEGEL. Das Ergebnis dieser „Transparenzoffensive“ ist im Internet abrufbar.
Parallel dazu haben sich auch Nutzerinnen und Nutzer, Vertreter von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Seniorensprecher und -sprecherinnen und Mitglieder aus Selbsthilfegruppen in einem Arbeitskreis zusammengesetzt, um ihre Erwartungen an die Darstellung der Leistungen von Pflegeeinrichtungen zu formulieren. Ind dem Katalog mit Erwartungen an die Bereitschaft zur Informatione über wurden von Fragen entlang der „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“ diskutiert.
Im Mittelpunkt dieser Anforderungen steht der Versuch, Kriterien dafür zu finden, wie man denjenigen, die eine gute Pflegeeinrichtung suchen, die Informationen an die Hand geben kann, die sie für ihre jeweilige Wahl-Entscheidung brauchen.
Das Ergebnis dieser Diskussion ist ein Katalog mit Anforderungen an einen Qualitätsbericht von Pflegeeinrichtungen au Sicht der Nutzerinnen und Nutzer.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind mit dieser Vorlage auf Pflegeeinrichtungen zugegangen, um mit ihnen gemeinsam zu diskutieren, wie sich diese Anforderungen und Erwartungen umsetzen lassen
Zunächst wünschen sich die Mitglieder jedoch folgendes:
Da der freiwillige Qualitätsbericht nur eine überschaubare Anzahl von Informationen berücksichtigen
kann, wird die Bitte an die Träger der Pflegeeinrichtungen gerichtet, dass die Informationsbedürfnisse der Arbeitsgruppe in den Medien und Darstellungen Berücksichtigung finden, die jeder Träger ohnehin selbst bereitstellt: auf Ihren Internetseiten, in Prospekten oder bei Beratungsangeboten.
Der Arbeitsgruppe ist bewusst, dass Pflegeeinrichtungen umfangreichen Dokumentationserfordernissen gerecht werden müssen und dass jedes Mehr an zusätzlicher Bürokratie problematisch ist. Dennoch kann mit einem erweiterten Informationsangebot u.U. die Wettbewerbssituation verbessert werden und Ratsuchende finden, was sie brauchen. So könnte beiden Seiten gedient sein.
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